Legende
Ob Geschichte oder Legende, keiner weiß es
genau zu sagen.
Einer mexikanischen Legende nach war im
Himmel der Teufel los, weil sich die Götter stritten.
Einheimische „Indígenas“ aus Jalisco
retteten sich vor dem durch die Götter verursachten Sturm in
eine nahe liegende Höhle.
Der Sturm tobte direkt über einem
Agavenfeld und Blitze zuckten über die Felder. Einer der
Blitze traf eine blaue Agave direkt in ihrem Herze. Die Agave
zerbrach und der Blitz brachte deren Strunk zum Kochen. Der
köstliche Agavenhonig entstand.
Die Götter beruhigten und der Sturm legte
sich. Der Wind weht das köstliche Aroma des Agavenhonigs den
„Indígenas“ direkt in ihre Nasen.
Erst einer, dann viele, probierten den
köstlichen Hönig.
Einer der Einheimischen vergaß ein wenig
des Saftes in seiner Hütte. Einige Tage später fand er den Saft.
Es bildeten sich Bläschen und auf der Oberfläche ein weißer Schaum. Der Einheimische trennte den Schaum und die Flüssigkeit.
Nun stellte er ein neues Aroma fest, welches sogar seine
Persönlichkeit veränderte – der Vorfahre des Tequila war
geboren.
Von diesem Tage an wurde der Tequila als
Geschenk der Götter bezeichnet. Er war zu Azteken-Zeiten den
hohen Priestern vorbehalten. Er wurde nur zu religiösen Ritualen
und Zeremonien getrunken.
Die Azteken stellten von da ab aus dem
vergorenen Saft der Agave die Pulque her, den Vorläufer des
Tequila, die auch heute noch in mexikanischen Pulquerias
ausgeschenkt wird.
Historie
Im 16. Jahrhundert brachten die Spanier
„moderne“ Destillationsverfahren ins Land und experimentierten
ein wenig mit Agavenbrand. Ein neuer Agaven-Brand, der „Vino
Mezcal“ entstand.
Ca. 1870 begann man in Mexiko die Agave in
und um die Stadt Tequila als Feldfrucht anzubauen und der
„Vino-Mezcal“, welcher den Namen seiner Region annahm – Tequila
– wurde in der heutigen Form gebrannt.
Tequila wurde erstmals im Jahre 1116 in der
Chronik der Tonalmatl Nahuatl erwähnt.
Die Stadt
Tequila ist eine Kleinstadt am Fuße des Vulkans „Cerro de
Tequila“ im Bundesstaat Jalisco, gegründet am 12. April 1530 vom
spanischen Kapitän Cristóbal de Oñate. Es heißt die
kriegerischen Ureinwohner hätten die Spanier in den Bergen und
Tälern Jaliscos beinah besiegt. Kapitän Cristóbal Oñate traf
schließlich zur Unterstützung ein und das Blatt wendet sich.
Das süße Herz der Agave wurde früher von
den einheimischen gekaut und wird auch heute noch zur
Herstellung vieler alltäglicher Gegenstände und Heilmittel
benutzt.
Agavenbrand (Mezcal), in immer größeren
Mengen hergestellt, trat zunächst seinen Siegeszug in Mexiko an.
Die spanische Kolonialregierung hatte damals jedoch ein starkes
Interesse daran, lieber spanischen Alkohol nach Mexiko zu
exportieren und dort zu verkaufen.
Die Spanier sahen den Erfolg des
mexikanischen „Agavenbrandes“ nicht sonderlich gern. Sie
versuchte vergeblich den Agavenbrand mit Verboten
entgegenzutreten.
Die Einheimischen brannten in einem
derartigen Umfang schwarz, dass die Spanier ihren aussichtslosen
Kampf einsehen mussten. Im 17. Jahrhundert unter Einführung
einer Steuer wurden sämtliche Verbote wieder aufhoben.
Tequila konnte nun weiter das Herz der
Mexikaner erobern.
1758 wurde in der damaligen Region „Nueva
Galicia“ die erste Konzession zum Brennen von Tequila gewährt.
Den Weg zum Nationalgetränk Mexikos nahm
der Tequila schließlich im Jahre 1821 nach der mexikanischen
Unabhängigkeit.
Cenobio Sauza, ehemaliger Administrator von
Jose Cuervo, kauft 1873 die Destelerie „La Antigua Cruz“ und
bennent diese um in „La Perseverancia“, Fabrik für Tequila und
Vino Mezcal. Sauza exportierte 1888 als erstes Tequila ins
Ausland.
Es wurde erheblich schwerer Alkohol aus
Spanien zu beziehen. Die lokalen Hersteller nutzten diese
Gelegenheit aus und erweiterten ihre Tequila-Produktion und
Absatzmärkte. Die Produzenten wurden immer mächtiger und nahmen
auch politischen Einfluss
Tequila wurde Anfang des 20. Jahrhunderts,
nach oder während der Revolution (1910-1929) und dem Sturz des
Diktator General
Porfirio
Diaz, zum National-Getränk.
Während mexikanische Filme in den 30er und
40er Jahren das Tequila-Wachstum weiter förderten, expandierte
der Tequila während des Zweiten Weltkrieges nach Nordamerika.
1930 wurde Nord-Mexiko von der
Spanischen-Influenza heimgesucht. Tequila wird zur besten
Medizin, angeblich verschrieben von Ärzten mit Salz und Zitrone.
1959 wird die „Camera
Regional de la Industria Tequila“ gegründet.
1974 werden die ersten Gesetze zur
Spezifikation von Tequila-Produkten, Herstellung und Agavenanbau
erlassen.
Zwischen 1985 – 1999 verdreifachte sich das
Exportvolumen und steigt seit dem weiter steil an.
1997 wird die Norm NOM-006-SCFI-1994
erlassen. Ein Abkommen zwischen Mexiko und der Europäischen Union
wird unterzeichnet, welches Herkunft und Beschaffenheit von
Tequila schützt.
Der Absatz von Tequila steigt unaufhaltsam,
trotz Absatzrückgänge im Bereich Spirituosen.
Der Consejo Regulador de Tequila (CRT) hat
739 registrierte Marken für den nationalen Markt, 264
registrierte Marken für den ausländischen Markt, alle produziert
in 103 registrierten Brennereien.
Hochwertige Premium-Tequilas stehen heute
Seite an Seite mit feinsten Spirituosen.
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